Das Oldenburger Münsterland

Das Oldenburger Münsterland liegt im Nordwesten Deutschlands und setzt sich aus den beiden Landkreisen Cloppenburg und Vechta zusammen. Insgesamt bezeichneten sich im Jahr 2011 295.497 Einwohner als „Oldenburger Münsterländer". Inoffiziell ist die Region, die auch als Hochburg der CDU bekannt ist, auch unter dem Namen „Südoldenburg" bekannt. Durch die ehemalige kirchliche Oberhoheit des Bistum Münsters sind die Bewohner des Oldenburger Münsterlandes auch heute noch meist katholisch.

Die Arbeitslosenquote liegt in dieser Region bei etwa 4,5% (2014) und damit etwa 2 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt und auch die hohe Eigenheimquote von über 80% ist eine der höchsten in ganz Deutschland. Außerdem haben die beiden Landkreise Vechta und Cloppenburg das niedrigste Durchschnittsalter Deutschlands und gleichzeitig eine hohe Geburtenrate. Das Oldenburger Münsterland hat also ein großes Wachstumspotential.

Wirtschaftlich liegt der Schwerpunkt hier vor allem auf der Landwirtschaft, so ist beispielsweise die Dichte der Veredelungsbetriebe der Geflügel-, Schweine- und Rinderzuchtbetriebe hier am höchsten in ganz Deutschland, aber auch die regionale Gemüse- und Obstproduktion hat eine bedeutsame Größe angenommen.

Die Kunststoffverarbeitung hat neben der Landwirtschaft einen hohen Stellenwert angenommen, so wurde das erste Polyethylenkunststoff- Kreislaufsystem hier entwickelt und High-Tech Komponenten für die europäische Trägerrakete sowie für das Space-Shuttle erstellt.

Die Oldenburger Münsterländer gelten schon lange als besonders selbstständig und innovativ, sodass die Region als internationales Innovationszentrum der Agrartechnologie gesehen wird und schon viele wichtige Entwicklungen hervorgebracht hat.

Neben Landwirtschaft und Kunststoffverarbeitung sind auch Informations-, Kommunikations- und Organisationsdienstleisungen ein wichtiger Teil der regionalen Wirtschaft.
Die Investitionskosten liegen hier weit unter dem Durchschnitt, sodass die Gewerbegebiete einer jeden Gemeinde kontinuierlich ausgebaut und erweitert werden.

Das wirtschaftliche Potential wird unter anderem durch die Anbindung an die Bundesautobahn 1 begünstigt, die den Standort mit dem Rhein-Ruhr-Gebiet im Süden und Hamburg im Norden verbindet. Der Strukturwandel des Oldenburger Münsterlandes wurde durch den Bau der A1 hervorgerufen.

Neben der hervorragenden wirtschaftlichen Potentiale bietet das Oldenburger Münsterland auch viele Urlaubs- und Erholungsgebiete, zu denen die Dammer Berge und der Dümmer, die Thülsfelder Talsperre, das Moorgebiet im Nordkreis Vechtas, die Flusslandschaft Hasetal sowie das Wasserterritorium Barßel-Saterland zählen.

Ein 306 Kilometer langer Radfernweg führt durch all diese Erholungsgebiete.
In Cloppenburg liegt eines der ältesten und größten Freilichtmuseen Deutschlands, in dem die alte Kultur und Geschichte der Friesen und Sachsen hautnah erlebt werden kann. Dieses Museum zählt zu den besucherstärksten in Niedersachsen.